Erprobungsräume

Willkommen auf der neuen Website für die Erprobungsräume!

Startschuss im November 2014: Die Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland "ermutigt, neue Gemeindeformen im säkularen Kontext zu erproben. Hierzu bedarf es einer großen Offenheit." Denn neben die mehr 3000 Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbänden mit ihren unterschiedlichen Traditionen, Prägungen und Schwerpunktsetzungen soll sich weiteres gesellen - Formen von Kirche, die in unser bisheriges Denken von Gemeinde so nicht hineinpassen wollten. Diese sollen dabei die bewährten ergänzen - damit ganz verschiedene Menschen das Evangelium hören, erleben und verstehen können.

Jesus berührte Menschen - äußerlich und innerlich. Wer ihm begegnet war, ging oft neue Wege. Das wünschen wir uns auch heute - in bewährten und in neuen Gemeinden.

Erneuerung gibt es nur, wenn aus geistlichen Quellen geschöpft wird. "Erprobungsräume" werden erschlossen in einer Haltung des Wartens, Hörens und Bittens, dass Gott an uns handelt.

Christen sind "Salz der Erde". Um für bisher unerreichte Menschen relevant und dienlich zu sein, braucht es neue gemeindliche Formen.

Neues kann man nicht zentral organisieren. Denn Chancen und Herausforderungen vor Ort sind sehr verschieden. So sind Gemeinden und Initiativgruppen, Hauptamtliche und Engagierte, eingeladen zu gemeindlichen Experimenten.

Wo man experimentiert, geht auch manches schief. Lernen kann man aus der Analyse von Fehlern. Zwei externe Institute, das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD in Hannover und das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung in Greifswald, sind deshalb mit der Evaluation der modellhaften Projekte beauftragt.

Für Experimente braucht man auch Geld. Die Landessynode hat für den Prozess insgesamt fünf Millionen Euro bewilligt.

Seit Herbst 2015 können sich Initiativen bewerben, anerkannter Erprobungsraum zu sein. Zehn bis 15 davon werden auf besondere Weise gefördert: Ihnen werden - je nach Bedarf - juristische Freiräume, fachliche Begleitung und finanzielle Unterstützung zuteil.

Wenn Kirche neu entsteht, müssen Kennzeichen von Kirche in ihr zu finden sein! Wir achten auf sieben Kriterien für die Erprobungsräume:

  1. in ihnen entsteht Gemeinde Jesu Christi neu (communio sanctorum - koinonia)
  2. sie durchbrechen die volkskirchliche Logik an einer der folgenden Stellen: Parochie, Hauptamt, Kirchengebäude
  3. sie erreichen die Unerreichten mit dem Evangelium (missional - martyria)
  4. sie passen sich an den Kontext an und dienen ihm (diakonia)
  5. in ihnen sind freiwillig Mitarbeitende an verantwortlicher Stelle eingebunden
  6. sie erschließen auch alternative Finanzquellen (Diversifizierung; nur Teilförderung)
  7. in ihnen nimmt Spiritualität einen zentralen Raum ein (leiturgia)

Aktuell

In einer ersten Antragswelle haben Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Initiativen 34 Anträge mit missionarischen Ideen und Projekten zur Entwicklung neuer Gemeindeformen eingereicht: Stadtteilprojekte, Initiativen für Kinder in Schule und Freizeit, missionarische Kirchengebäude, netzwerkartige Jugendgemeinden in ländlichen Regionen, eine Online-Kirche für Menschen, die nicht zu einem Gottesdienst gehen können bzw. für die Angebote des Internets sehr offen sind. Es geht um die verbesserte Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen oder um mehr Selbständigkeit für das Handeln vor Ort. Manches ist schon im Laufen, anderes will erst begonnen werden. Immer wieder auch der Impuls: Wir wollen und müssen unsere Hände freibekommen für die wichtigste Aufgabe von Kirche und Gemeinde: die Botschaft von Jesus Christus auszubreiten. "

Was für eine Kreativität! Nicht alles wird sich gleich umsetzen lassen, nicht alles erfüllt tatsächlich die Förderkriterien. Einiges sollte noch nachgebessert werden. Für manches braucht es auch von woanders Hilfestellung.

Die Auswertung und das Reagieren auf die eingegangenen Anträge laufen...

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