Erprobungsräume

Willkommen auf der Website für die Erprobungsräume!

Neue Formen sollen die bisherigen Kirchengemeinden in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ergänzen. Dazu gab die Landessynode im November 2014 den offiziellen Startschuss. Was diese neuen Formen ausmacht? Sie lassen sich noch stärker auf die Welt ihrer Adressaten ein, als es herkömmlichen Gemeinden in der Regel möglich ist. Deswegen werden sie oft ganz anders aussehen. Und somit auch ganz anderen Menschen das Evangelium von Gottes Liebe, die in Christus allen Menschen zugänglich werden will, nahebringen können.

In einer ersten Antragswelle haben Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Initiativen 34 Anträge mit missionarischen Ideen und Projekten zur Entwicklung neuer Gemeindeformen eingereicht. Dreizehn Projekte wurden im Frühjahr 2016 als Erprobungsräume anerkannt. Sechs davon werden wegen ihres starken modellhaften Charakters besonders fachlich und finanziell gefördert und evaluiert.

Jesus berührte Menschen - äußerlich und innerlich. Wer ihm begegnet war, ging oft neue Wege. Das wünschen wir uns auch heute - in bewährten und in neuen Gemeinden.

Erneuerung gibt es nur, wenn aus geistlichen Quellen geschöpft wird. "Erprobungsräume" werden erschlossen in einer Haltung des Wartens, Hörens und Bittens, dass Gott an uns handelt.

Christen sind "Salz der Erde". Um für bisher unerreichte Menschen relevant und dienlich zu sein, braucht es neue gemeindliche Formen.

Neues kann man nicht zentral organisieren. Denn Chancen und Herausforderungen vor Ort sind sehr verschieden. So sind Gemeinden und Initiativgruppen, Hauptamtliche und Engagierte, eingeladen zu gemeindlichen Experimenten.

Wo man experimentiert, geht auch manches schief. Lernen kann man aus der Analyse von Fehlern. Zwei externe Institute, das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD in Hannover und das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung in Greifswald, sind deshalb mit der Evaluation der modellhaften Projekte beauftragt.

Für Experimente braucht man auch Geld. Die Landessynode hat für den Prozess insgesamt fünf Millionen Euro bewilligt.

Seit Herbst 2015 können sich Initiativen bewerben, anerkannter Erprobungsraum zu sein. Zehn bis 15 davon werden auf besondere Weise gefördert: Ihnen werden - je nach Bedarf - juristische Freiräume, fachliche Begleitung und finanzielle Unterstützung zuteil.

Wenn Kirche neu entsteht, müssen Kennzeichen von Kirche in ihr zu finden sein! Wir achten auf sieben Kriterien für die Erprobungsräume:

  1. in ihnen entsteht Gemeinde Jesu Christi neu (communio sanctorum - koinonia)
  2. sie durchbrechen die volkskirchliche Logik an einer der folgenden Stellen: Parochie, Hauptamt, Kirchengebäude
  3. sie erreichen die Unerreichten mit dem Evangelium (missional - martyria)
  4. sie passen sich an den Kontext an und dienen ihm (diakonia)
  5. in ihnen sind freiwillig Mitarbeitende an verantwortlicher Stelle eingebunden
  6. sie erschließen auch alternative Finanzquellen (Diversifizierung; nur Teilförderung)
  7. in ihnen nimmt Spiritualität einen zentralen Raum ein (leiturgia)

Aktuell

Von Dezember 2016 bis Ende März 2017 läuft eine zweite Ausschreibung. Machen Sie mit! Träumen und leben Sie Kirche in neuen Formen! Weitere Infos finden Sie etwa unter den FAQ unserer Website, Antragsformulare hier.

Und herzliche Einladung zur ersten "Werkstatt Erprobungsräume" am 14. Januar in der Evangelischen Grundschule Hettstedt! Hier treffen sich bisher anerkannte Erprobungsräume, neue Pioniere und Initiativen und weitere Interessenten zum Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und Workshops. Näheres in unserem "Kalender"!

 

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