Danke, dass ich mitkommen durfte!

Jumpers Erfurt besuchte in den Osterferien Jumpers in Stadtallendorf : "JumpersX-change"

„Anna*, ist alles in Ordnung mit dir? Warum sitzt du hier ganz alleine und spielst nicht mit den anderen?“, frage ich eines unserer zehn Kinder, die wir in den Osterferien auf unseren JumpersX-change nach Stadtallendorf mitgenommen haben. Anna schaut eingeschüchtert und erwidert trotzig: „Nein, mit fremden Kindern rede ich nicht!“

Auch andere Kinder hatten Schwierigkeiten, mit der Situation an einem anderen Ort klarzukommen. Vor allem am ersten Tag besuchten sehr viele Kinder, die dort in der Umgebung wohnen, das ConAct in Stadtallendorf. Natürlich waren dann kleinere Konflikte bei einer so großen Menge an Kindern auch nicht auszuschließen, doch alle lernten sich in den drei Tagen immer besser kennen, sodass Anna dann doch relativ schnell Freunde fand und am Ende sogar die Kontaktdaten ausgetauscht wurden, um einander Briefe schreiben zu können.

Unsere Programm in Stadtallendorf war sehr vielfältig und wir haben einiges zusammen erleben können. Nachdem wir am Montag nach einer zweieinhalbstündigen Autofahrt dort ankamen, wurden wir herzlich mit einem Mittagessen in Empfang genommen. Danach hatten die Kinder Zeit die tollen Spielgeräte in dem großen Raum zu erkunden, bevor es mit Kennlernspielen und einer kurzen Bibelgeschichte über den Hirten und das verlorene Schaf weiterging. Nach dem Abendessen haben wir eine Nachtwanderung durch den Wald gemacht.

Der zweite Tag wurde durch eine Geschichte eingeläutet, in der es darum ging, dass wir immer zu Jesus kommen können und er unser Freund sein will. Bei Workshops wählten die Kinder aus, ob sie etwas Kreatives machen wollen, bei Indoorgruppenspielen oder draußen beim Jugger teilnehmen möchten. Am Nachmittag gingen wir ins Schwimmbad und am Abend konnten wir zusammen einen Film anschauen, nachdem wir am Lagerfeuer Marshmallows geröstet hatten.

Am Mittwoch lauschten die Kinder noch einmal einer Bibelgeschichte und gingen in Gruppen bei einem Outdoorspiel dem gesuchten „Mister-X“ hinterher, der quer durch die Nachbarschaft eine Spur mit Hinweisen gelegt hatte.

Kurz bevor wir uns auf den Rückweg nach Erfurt machten, schaute mich Paul* – ein Kind, das seit ca. einem Jahr im Heim wohnt und sonst nicht viele Möglichkeiten auf Urlaub hat – an, nahm mich in den Arm und sagte: „Ich wollte mich noch einmal bedanken, dass ich mitkommen durfte.“ Es berührte mich sehr und hat mir noch einmal gezeigt, dass man mit ganz einfachen Mitteln Kinder glücklich machen kann. Auch wenn man nicht immer direkte positive Resonanz von Kindern bekommt und es zeitaufwendig ist, ihnen bestimmte Dinge beizubringen, merken wir doch immer wieder, dass Gott die Leben verändert und unsere Arbeit Frucht trägt.

*Namen geändert