Kirche als großes Fest

Wimpel­ketten flat­tern im Wind und Kaffee­duft liegt in der Luft. Am Eingang des Gemein­de­gar­tens weht die Beach­flag mit der Aufschrift „Kirche Kunter­bunt“ im Wind. Auf der Wiese warten schon verschie­dene Stationen mit sport­li­chen, expe­ri­men­tellen, krea­tiven Akti­vi­täten. Alle Gene­ra­tionen – Kinder, Eltern, Groß­el­tern, Freund:innen – sind einge­laden, mitein­ander zu entde­cken, wie der Glaube im Alltag lebendig wird. Genau das ist Kirche Kunter­bunt: eine fröh­liche Mischung aus Spiel, Krea­ti­vität, Begeg­nung, Feiern und gemein­samem Erleben.


An einem sonnigen Tag baut eine Gruppe aus Kindern und Erwachsenen gemeinsam im Freien hohe Konstruktionen aus Holzklötzen.

“Es ist so schön, als Familie im Blick von Kirche zu sein. Wir fühlen uns hier richtig will­kommen, mit Lärm und kleb­rigen Fingern.”

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem mit bunten Wimpeln geschmückten Raum und verfolgt auf einer Leinwand eine Präsentation mit dem Titel „Der kleine zerbrochene Krug“.

Was passiert hier?

Kirche Kunter­bunt ist eine frische Ausdrucks­form von Kirche – bunt, lebendig und mitten im Alltag. Im Mittel­punkt stehen Kinder gemeinsam mit ihren Fami­lien, Paten oder Groß­el­tern. Einge­laden sind beson­ders auch die, die bisher kaum Berüh­rungs­punkte mit Kirche oder Glauben hatten. Inspi­riert ist Kirche Kunter­bunt von der engli­schen Messy Church, die welt­weit Menschen begeistert.

Das Beson­dere: Kirche Kunter­bunt ist kein Kinder­pro­gramm, sondern ein gemein­sames Erleben für alle Gene­ra­tionen.

Typisch sind vier Phasen:

  • eine offene Will­kom­mens-Zeit, in der alle ankommen,
  • eine krea­tive Aktiv-Zeit mit Stationen zum Auspro­bieren und Gestalten,
  • eine fröh­liche Feier-Zeit mit Musik, Theater und einer bibli­schen Geschichte,
  • und schließ­lich die Essens-Zeit, die in gemüt­li­cher Tisch­ge­mein­schaft endet.

Die Häufig­keit, in der Kirche Kunter­bunt statt­findet vari­iert. An manchen Orten findet sie monat­lich statt, an anderen vier oder fünfmal Mal im Jahr. Wichtig, ist, dass es weniger als Event, sondern eher als Bezie­hungs­netz­werk verstanden wird. Bei jeder Kirche Kunter­bunt wird ein neues Thema oder eine bibli­sche Erzäh­lung aufge­griffen. Dabei entstehen Begeg­nungen, Gespräche und neue Bezie­hungen – und der Glaube wird auf spie­le­ri­sche Weise für Kinder wie Erwach­sene erfahrbar.

 

Netz­werk Kirche Kunter­bunt in Mitteldeutschland

Koor­di­niert und begleitet wird das Netz­werk von Katha­rina Freudenberg:

“Mich begeis­tert an Kirche Kunter­bunt die Weite: Sie ist offen für alle Gene­ra­tionen und Menschen mit ganz unter­schied­li­cher Nähe oder Ferne zum christ­li­chen Glauben. Alle sind einge­laden und werden auch ganz bewusst will­kommen geheißen.

Gerade in unseren zuneh­mend entkirch­lichten Kontexten, in denen wir uns hier in Mittel­deutsch­land oft bewegen, bietet Kirche Kunter­bunt die Chance, christ­li­chen Glauben ganz neu und in krea­tiver Weise zu erleben. Es geht nicht nur darum, eine bibli­sche Geschichte zu hören, sondern sie auf mit verschie­denen Sinnen zu erleben und zu erkunden, was sie mit dem eigenen Leben zu tun haben könnte.

 Wichtig ist mir auch die Haltung bzw. Arbeits­weise geworden – Kirche Kunter­bunt setzt bewusst auf das Planen und Gestalten im vorwie­gend ehren­amt­li­chen Team, in dem die unter­schied­lichsten Gaben zum Tragen kommen können. Dieses gemein­same Tun macht Spaß, stiftet Gemein­schaft und ist immer wieder über­ra­schend. Ganz orga­nisch entstehen über die Team­mit­glieder Brücken in den jewei­ligen Sozi­al­raum hinein.”

Kinder und Erwachsene versammeln sich unter einem Zelt um Tische und bauen gemeinsam in einer lebhaften, kreativen Atmosphäre farbenfrohe Lego-Konstruktionen.
Logo mit bunten Pinselstrichen hinter den Worten „Kirche Kunterbunt“ und dem Schriftzug „frech und wild und wundervoll“ darüber in verspielten Schriftarten.
Kirche Kunter­bunt

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