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Tabula Rasa — Church­con­ven­tion EKM

Tabula rasa — leer und aufnah­me­be­reit?

Genau so war der Work­sh­op­tag zu verste­hen. Er war in einem mehr­fa­chen Sinne ein „unbe­schrie­be­nes Blatt“, ein Neuan­fang.

„Lasst die Korken knal­len!“ – Gestern war es soweit: In Halle wurde „Church­con­ven­tion“ inner­halb der Evan­ge­li­schen Kirche Mittel­deutsch­lands gegrün­det! Es gab also einen Grund zum Feiern. Aber auch noch viel mehr! Ein Work­sh­op­tag stand auf dem Programm, zu dem sich zwan­zig Menschen, Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer, Studen­tin­nen und Studen­ten der Theo­lo­gie trafen.

„Tabula Rasa“ – Das war das Thema des Tages – Aber was hat das mit Kirche zu tun? Die Onlineenzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia schreibt über Tabula Rasa: ‚Im über­tra­ge­nen Sinne bedeu­tet tabula rasa so viel wie „leer und aufnah­me­be­reit wie ein unbe­schrie­be­nes Blatt“‘. Er war in einem mehr­fa­chen Sinne ein „unbe­schrie­be­nes Blatt“, ein Neuan­fang. Denn es wurde zum einen ein neues Netz­werk in der EKM gegrün­det, aber auch darüber nach­ge­dacht, wie sich Kirche (neu) entde­cken und denken kann. Ideen wurden gespon­nen, Wünsche geäu­ßert und Erleb­nisse aus der Praxis geteilt.

Die Teil­neh­men­den: Inter­es­sierte, Studie­rende, Pfarrer*innen.…

Ablauf des Work­sh­op­tages

Sehn­sucht nach…

Deut­lich wurde, dass Chris­tin­nen und Chris­ten sowie Kirche eine eigene Sehn­sucht brau­chen, dass diese ausge­spro­chen wird, Schritte gewagt und Sehn­süchte bei den Menschen – bei Horst und Hanne­lore — geweckt werden. Gespro­chen wurde aber auch über Gründe, die die Sehn­sucht hemmen, Sorge berei­ten und Moti­va­tion nehmen. Es wurde aber auch über reso­nante Momente gere­det, wenn es im Urlaub Menschen in Kirchen als Orte der Ruhe treibt. Wie wäre hier „Urlaub im Pfarr­haus“ zu denken? Dass Kirche sich als Team vieler von Gott begab­ter Menschen versteht. Wie Gemein­den zu Orten der Sehn­sucht werden können. Es wurde klar, dass die Profi­lie­rung – das Hobeln eines Werk­stü­ckes – nur mit Mate­ri­al­ver­lust einher­geht.

Gemein­schaft

Umrahmt wurden die inhalt­li­chen Teile durch gelebte Gemein­schaft, durch Reden, mitein­an­der Essen, Andacht und das Abend­mahl feiern. Geseg­net sind wir wieder in unse­ren Alltag gegan­gen. Reich beschenkt und von einer Sehn­sucht nach einer Kirche getrie­ben, die nach einem authen­ti­schen Glau­ben sucht, den Wunsch nach einer „fres­hen“ Kirche hat und sich nach mehr Gemein­schaft mit Chris­tus und einan­der sehnt.

Prosit, “Church­con­ven­tion” in der EKM!

Fotos und Text: Ulrich Mang

zur Church­con­ven­tion